Doch wer Näheres über den Verfasser eines Romanes, eines Radiostückes oder eines Fernsehdrehbuches wissen möchte, muß detektivischen Spürsinn entwickeln. Gängige Literatur und Autorenlexika schweigen sich über die Verfasser von Kriminalliteratur aus. Autoren, die überwiegend für die elektronischen Medien arbeiten, sind in keinem Nachschlagewerk erfasst. Verlage und Sendeanstalten geben selten mehr Informationen über einen Autor preis, als sich ohnehin auf den Klappentexten oder in den Programmankündigungen findet.
Eine weitere Informationslücke war nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden sowohl in den alten als auch den neuen Bundesländern war kaum etwas über die KrimiAutoren und Autorinnen der jeweils anderen Ländergruppe bekannt.
Das LEXIKON DER DEUTSCHEN KRIMIAUTOREN schafft hier einen ersten Überblick über die KrimiSchriftsteller/innen im deutschsprachigen Raum. Das BOCHUMER KRIMI ARCHIV hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Daten über KrimiAutoren gesammelt, die nun in Form dieses Internet-Lexikons erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Krimi-Interessent findet hier autorenalphabetisch geordnet über jeden Verfasser folgende Angaben:
Name und Vorname
handelt es sich um ein Pseudonym?
welche Pseudonyme der Autor
oder die Autorin benutzt
einen kurzen biographischen
Abriß mit den wichtigsten Lebensdaten und gegebenenfalls eine
kurze
Einordnung der Arbeiten. Zusätzlich finden sich hier noch Angaben
über Preise, die der Autor oder die Autorin erhalten hat.
Werke, und zwar:
Kriminalromane (selbständige
Veröffentlichungen)
andere Bücher (mit
Angabe des Genres)
Funk (Rundfunkarbeiten wie
Hörspiele, Features)
Fernsehen (Drehbücher
zu Fernsehfilmen und Serienepisoden)
Film (Drehbücher zu
Kinofilmen)
Sonstige Veröffentlichungen
(wie etwa Theaterstücke etc)
Die Autorinnen und Autoren werden jeweils mit dem Haupteintrag unter dem Namen geführt, unter dem sie publizieren. Handelt es sich dabei um ein Pseudonym, findet sich unter ihrem bürgerlichen Namen ein Verweis, in dem auf den Haupteintrag hingewiesen wird.
Bei der Wiedergabe der Lebensdaten
stützt sich das Lexikon bis auf wenige Ausnahmen auf
Selbstauskünfte
des Autors oder der Autorin. Der Verfasser des Lexikons schuldet allen
Kollegen und Kolleginnen Dank für ihre Unterstützung. Bei
Autoren,
die keine Auskünfte gaben und bei Verstorbenen wurden die Lebens
und
Werkdaten aus Archivmaterial zusammenstellt.
Bei den Werkdaten ist die
möglichst vollständige Erfassung aller selbständigen
Arbeiten
angestrebt, die ins Krimi-Genre fallen. Dazu zählen neben den
obligatorischen
Romanen auch Hörspiele oder Funkbeiträge von mehr als 15
Minuten
Länge und im Bereich Fernsehen Drehbücher zu Fernsehspielen
oder
Fernsehfilmen und Serienepisoden von mehr als 15 Minuten. In
Ausnahmefällen
wurden auch noch Kriminalstorys und Essays aufgenommen.
Bei den anderen Veröffentlichungen wurden meist weitgehend alle Bücher, Funk und Fernseharbeiten berücksichtigt, die der jeweilige Autor oder die Autorin publiziert hat. In einigen Fällen entstanden durch dieses Vorgehen gewisse Ungleichgewichte in den Autoreneinträgen so etwa bei Verfassern, die hauptsächlich in anderen literarischen Bereichen oder im Journalismus arbeiten und für zwei, drei oder vier Publikationen einmal in den "Krimi" gewechselt sind.
Bei BUCHPUBLIKATIONEN
werden
folgende Angaben gemacht:
Jahr der Originalausgabe,
Titel, Untertitel, Verlagsangabe (bei Taschenbüchern in Klammern:
Verlag und Nummer)
HC = Hardcoverausgabe,
OA = Originalausgabe.
In Fällen, in denen
Neuausgaben des Titels in einem anderen Verlag
oder unter anderem Titel
oder anderem Autorennamen erschienen,
wird mitunter eine dieser
späteren Ausgaben nach der Nennung der
Originalausgabe aufgeführt.
Nicht im einzelnen aufgeführt
werden Nach- und Neuauflagen, Taschenbuchausgaben, Buchclub-Ausgaben,
Sonderausgaben, Billigausgaben, Kompilationsausgaben,
Zeitschriftenabdrucke etc.
Bei FUNKARBEITEN
finden sich
folgende Angaben:
Jahr der Erstsendung, Titel,
Untertitel, Gattungsbezeichnung, produzierende(r) Sender, Länge in
Minuten.
Nicht angegeben werden ÜbernahmeAusstrahlungen
durch andere Sendeanstalten und StabAngaben der Produktion.
Bei FERNSEHARBEITEN
wird
angegeben:
Jahr der Erstausstrahlung,
Serientitel, wenn es sich um eine Episode einer TVSerie handelt,
Einzeltitel/Episodentitel,
Gattungsbezeichnung, produzierende Anstalt und/oder Firma,
Sendelänge,
Stabangaben: Drehbuchautor, gegebenenfalls Romanvorlage oder Hinweis
auf
Filmroman, Regisseur, Hauptdarsteller, in Einzelfällen: EA
= Erstausstrahlung.
Bei FILMARBEITEN werden die Angaben analog zu den Einträgen bei Fernseharbeiten gegliedert, statt der produzierenden Anstalt wird das Produktionsland angegeben.
SONSTIGE VERÖFFENTLICHUNGEN werden mit allen für eine zweifelsfreie Identifizierung des Werks nötigen Daten angegeben.
<>Bei der Erhebung der Daten und der Erstellung der Lexikonartikel wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Für die absolute Richtigkeit der Angaben kann jedoch keine Haftung übernommen werden. Für Korrekturen und Berichtigungen ist der Verfasser dankbar.