H.P. Karr:
Lexikon der deutschen KrimiAutoren, Internet-Edition
(C) 1992, 1998, 1999 - 2005 Reinhard Jahn, Essen, Germany  

EINLEITUNG UND HINWEISE ZUM LEXIKON

In dem vorliegenden Lexikon sind die Lebens und Werkdaten von mehr als 300 deutschsprachigen Kriminalschriftstellern dokumentiert. Der Schwerpunkt liegt dabei bei den zeitgenössischen Autoren, mit deren Romanen, Hörspielen und Fernsehfilmen der Leser, Hörer und Zuschauer im Zuge der Inflation der Kriminalstoffe täglich Kontakt hat,  wenn er sich für das Genre interessiert.

Doch wer Näheres über den Verfasser eines Romanes, eines Radiostückes oder eines Fernsehdrehbuches wissen möchte, muß detektivischen Spürsinn entwickeln. Gängige Literatur und Autorenlexika schweigen sich über die Verfasser von Kriminalliteratur aus. Autoren, die überwiegend für die elektronischen Medien arbeiten, sind in keinem Nachschlagewerk erfasst. Verlage und Sendeanstalten geben selten mehr Informationen über einen Autor preis, als sich ohnehin auf den Klappentexten oder in den Programmankündigungen findet.

Eine weitere Informationslücke war nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden  sowohl in den alten als auch den neuen Bundesländern war kaum etwas über die KrimiAutoren und Autorinnen der jeweils anderen Ländergruppe bekannt.

Das LEXIKON DER DEUTSCHEN KRIMIAUTOREN schafft hier einen ersten Überblick über die KrimiSchriftsteller/innen im deutschsprachigen Raum. Das BOCHUMER KRIMI ARCHIV hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Daten über KrimiAutoren gesammelt, die nun in Form dieses Internet-Lexikons erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Krimi-Interessent findet hier autorenalphabetisch geordnet über jeden Verfasser folgende Angaben:

Name und Vorname
handelt es sich um ein Pseudonym?
welche Pseudonyme der Autor oder die Autorin benutzt
einen kurzen biographischen Abriß mit den wichtigsten Lebensdaten und gegebenenfalls eine kurze Einordnung der Arbeiten. Zusätzlich finden sich hier noch Angaben über Preise, die der Autor oder die Autorin erhalten hat.
Werke, und zwar:
Kriminalromane (selbständige Veröffentlichungen)
andere Bücher (mit Angabe des Genres)
Funk (Rundfunkarbeiten wie Hörspiele, Features)
Fernsehen (Drehbücher zu Fernsehfilmen und Serienepisoden)
Film (Drehbücher zu Kinofilmen)
Sonstige Veröffentlichungen (wie etwa Theaterstücke etc)

Die Autorinnen und Autoren werden jeweils mit dem Haupteintrag unter dem Namen geführt, unter dem sie publizieren. Handelt es sich dabei um ein Pseudonym, findet sich unter ihrem bürgerlichen Namen ein Verweis, in dem auf den Haupteintrag hingewiesen wird.

Bei der Wiedergabe der Lebensdaten stützt sich das Lexikon bis auf wenige Ausnahmen auf Selbstauskünfte des Autors oder der Autorin. Der Verfasser des Lexikons schuldet allen Kollegen und Kolleginnen Dank für ihre Unterstützung. Bei Autoren, die keine Auskünfte gaben und bei Verstorbenen wurden die Lebens und Werkdaten aus Archivmaterial zusammenstellt.
Bei den Werkdaten ist die möglichst vollständige Erfassung aller selbständigen Arbeiten angestrebt, die ins Krimi-Genre fallen. Dazu zählen neben den obligatorischen Romanen auch Hörspiele oder Funkbeiträge von mehr als 15 Minuten Länge und im Bereich Fernsehen Drehbücher zu Fernsehspielen oder Fernsehfilmen und Serienepisoden von mehr als 15 Minuten. In Ausnahmefällen wurden auch noch Kriminalstorys und Essays aufgenommen.

Bei den anderen Veröffentlichungen wurden meist weitgehend alle Bücher, Funk und Fernseharbeiten berücksichtigt, die der jeweilige Autor oder die Autorin publiziert hat. In einigen Fällen entstanden durch dieses Vorgehen gewisse Ungleichgewichte in den Autoreneinträgen  so etwa bei Verfassern, die hauptsächlich in anderen literarischen Bereichen oder im Journalismus arbeiten und für zwei, drei oder vier Publikationen einmal in den "Krimi" gewechselt sind.

Bei BUCHPUBLIKATIONEN werden folgende Angaben gemacht:
Jahr der Originalausgabe, Titel, Untertitel, Verlagsangabe (bei Taschenbüchern in Klammern: Verlag und Nummer)

HC = Hardcoverausgabe,
OA = Originalausgabe.
In Fällen, in denen Neuausgaben des Titels in einem anderen Verlag oder unter anderem Titel oder anderem Autorennamen erschienen, wird mitunter eine dieser späteren Ausgaben nach der Nennung der Originalausgabe aufgeführt.
Nicht im einzelnen aufgeführt werden Nach- und Neuauflagen, Taschenbuchausgaben, Buchclub-Ausgaben, Sonderausgaben, Billigausgaben, Kompilationsausgaben, Zeitschriftenabdrucke etc.

Bei FUNKARBEITEN finden sich folgende Angaben:
Jahr der Erstsendung, Titel, Untertitel, Gattungsbezeichnung, produzierende(r) Sender, Länge in Minuten.
Nicht angegeben werden ÜbernahmeAusstrahlungen durch andere Sendeanstalten und StabAngaben der Produktion.

Bei FERNSEHARBEITEN wird angegeben:
Jahr der Erstausstrahlung, Serientitel, wenn es sich um eine Episode einer TVSerie handelt, Einzeltitel/Episodentitel, Gattungsbezeichnung, produzierende Anstalt und/oder Firma, Sendelänge, Stabangaben: Drehbuchautor, gegebenenfalls Romanvorlage oder Hinweis auf Filmroman, Regisseur, Hauptdarsteller, in Einzelfällen: EA = Erstausstrahlung.

Bei FILMARBEITEN werden die Angaben analog zu den Einträgen bei Fernseharbeiten gegliedert, statt der produzierenden Anstalt wird das Produktionsland angegeben.

SONSTIGE VERÖFFENTLICHUNGEN werden mit allen für eine zweifelsfreie Identifizierung des Werks nötigen Daten angegeben.

<>Bei der Erhebung der Daten und der Erstellung der Lexikonartikel wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Für die absolute Richtigkeit der Angaben kann jedoch keine Haftung übernommen werden. Für Korrekturen und Berichtigungen ist der Verfasser dankbar.

Weitere Fragen beantwortet die F A Q  zum Lexikon.


VERWENDETE ABKÜRZUNGEN UND KÜRZEL:
ARD = Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands
Bastei = Taschenbücher im Bastei Verlag, Bergisch Gladbach
BR = Bayerischer Rundfunk, München
detebe = Diogenes Taschenbücher, Zürich
DFF = Deutscher Fernsehfunk, Berlin/DDR (bis 1991)
DIE = Reihe Delikte Indizien Ermittlungen im Vlg Das Neue Berlin
DLB = Deutschlandradio Berlin (ab 1994)
DLF = Deutschlandfunk, Köln (bis 1994)
DLK = Deutschlandradio Köln (ab 1994, davor DLF)
DRS = Schweizer Radio (deutschsprachig), Basel
DS Kultur    Deutschlandsender, Berlin (1990 - 1993)
DW = Deutsche Welle, Köln
Fischer = Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt
Gmeiner  Gmeiner-Verlag, Meßkirch
Goldmann = Wilhelm Goldmann Verlag, München (vormals Leipzig)
Haffmans = Haffmans Taschenbücher, Zürich
Ha/Heyne = Haffmans Kriminalromane im Heyne Verlag (von 1995 bis 1997)
Heyne = Heyne Taschenbuch Verlag, München
HR = Hessischer Rundfunk, Frankfurt
KBV    Klein und Blechinger Verlag, Köln, seit 2001 KBV Verlags- und Mediengesellschaft mbH, Hillesheim
MDR = Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig
NDR = Norddeutscher Rundfunk, Hamburg
ORB    Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg, Potsdam  (1991 bis 2003, dann RBB)
ORF = Österreichischer Rundfunk, Wien
PRO7 = Pro Sieben Fernsehen, München
RB = Radio Bremen, Bremen
RBB  Rundfunk Berlin-Brandenburg (Fusion aus SFB und ORB, ab 2003)
RIAS = Rundfunk im amerikanischen Sektor, Berlin/BRD (bis 1994)
rororo = Rowohlts Rotations Romane im Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek
RTL = RTL-Televison, Köln
SAT1 = Sat 1 Fernsehen, Berlin
SDR = Süddeutscher Rundfunk, Stuttgart (bis 1998, dann SWR)
SFB    Sender Freies Berlin, Berlin/BRD  (bis 2003, dann RBB)
SR = Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken
SWF = Südwestfunk, Baden-Baden (bis 1998, dann SWR)
SWR = Südwestrundfunk, Baden-Baden (ab 1998, Zusammenlegung von SDR und SWF)
Ullstein = Ullstein Taschenbuch Verlag, Berlin/Frankfurt
VS    Verband deutscher Schriftsteller, Fachgruppe in der Gerwekschaft ver.di
WDR = Westdeutscher Rundfunk, Köln
ZDF = Zweites deutsches Fernsehen, Mainz


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Lexikon der deutschen Krimi-Autoren - Internet-Edition
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