Jaun,
Sam
BIOGRAPHIE: * 30.9.1935 in
Wyssachen (Emmental)
im Kanton Bern/Schweiz
Sam Jaun wuchs als Sohn
eines evangelischen
Predigers auf. Verschiedene Berufe und Wohnsitze, Abitur auf dem
zweiten
Bildungsweg. Latein und Germanistikstudium, Lehrer für Deutsch und
Latein, Beauftragter für kulturelle Fragen der Stadt Bern. Dann
seit
1978 freischaffender Übersetzer und Schriftsteller. Er
veröffentlichte
Prosa, Lyrik, dramatische Aebeiten, Erzählungen und
Kriminalhörspiele.
Er lebt abwechselnd in Berlin und Bern.
Für seinen Krimi-Erstling DER
WEG ZUM GLASBRUNNEN erhielt er den "Preis der deutschen Krimi-Autoren
1982"
des Heyne-Verlages, für sein zweite Buch DIE BRANDNACHT 1987
in Hamburg den "Glauser - Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur" der
Autorengruppe deutsche Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT, und für
"Fliegender
Sommer" wurde er mit dem DEUTSCHEN KRIMI-PREIS 2001 (3. Platz)
ausgezeichnet.
Sam Jauns Kriminalromane bestechen
besonders durch den virtousen Gebrauch der Sprache und die literarisch
beziehungsreich gestalteten plots, die zugleich auch stets ein
facettenreiches
Bild der Schweiz entwerfen, wie der Autor sie sieht.
Fragen an Sam Jaun:
Wen/Was fürchten Sie am
meisten?
Ich fürchte vieles - am
meisten
wohl Maskenmenschen, die nahtlosen Seelen. Ich habe Angst vor dem
Augenblick,wo
ich nichts mehr erlebe. Vielleicht kann man das Sterben noch erleben.
Angst
vor dem Tod habe ich ebenfalls.
Welche Tötungsart bevorzugen
Sie in Ihren Geschichten?
Keine. Mord ist alltäglich.
Spannend ist, wie Individuen, wie eine Gemeinschaft auf die
Nachforschungen
des Ermittlers reagieren.
Ihr Lieblings-Autor: Friedrich
Glauser
Über Sam Jauns
"Fliegender Sommer"
schrieb Thomas Wörtche in seiner Kolumne LEICHENBERG
http://www.kaliber38.de/woertche/leich1100.htm
(Zugang nur mit Passwort)
"Fliegender Sommer, der neue, lang
erwartete Roman von Sam Jaun (Cosmos Verlag) zeigt wieder seinen
bedächtigen
Privatdetektiv Peter Keller aus Biel bei der Arbeit. Herausgekommen
ist,
wie stets bei Jaun, ein einzelgängerisches, vertracktes Stück
Prosa: Atmosphärisch dicht, glänzend konstruiert, mit einem
plausiblen
Dilemma (wem nützt die "Aufklärung" eines Verbrechens und wem
nicht), aber leider mit allzu ehrgeiziger literarischer Ambition. Ein
klasse
Krimi, der mehr sein will als ein Krimi und deswegen kein ganz gelunger
Roman ist."
KRIMINALROMANE:
1983 Der Weg zum Glasbrunnen (Heyne
2058) OA
1986 Die Brandnacht, Benziger
Verlag,
HC, OA
2000 Fliegender Sommer, Cosmos,
OA, HC
2004 Die Zeit hat kein Rad - Muri
bei Bern : Cosmos-Verl OA HC
ANDERE BÜCHER:
1971 Texte aus der Provinz. Bern:
Zytglogge,
1972 Ach Auerbach. Spieltext. Mit
Peter J. Betts. Bern: Zytglogge,
1973Die weissen Zähne der
Gemeinde.
Texte 1961 – 1971. Bern: Zytglogge,
1974 Bier. Spieltext. Mit Peter
J. Betts. Bern: Zytglogge,
1977 Die Wirklichkeit des
Chefbeamten
(Erzählungen) Zytglogge, Bern
1992 Der Feierabendzeichner.
(Roman)
Zürich: Ammann,
FUNK:
1983 Die Schweigeminute, Radio
DRS/SFB
, 42 Min
1985 Zwei zänkische alte
Männer
1989 Die Eisprinzessin, SWF,52 Min
FILM:
1991 Die Brandnacht (Fernsehfilm,
ZDF, 90 Min) (Drehbuch: Rosemarie Fendel und Markus Fischer nach
dem gleichnamigen Roman von Sam Jaun Regie: Markus Fischer) Mit Bruno
Ganz
TV: 3.3.1996 ZDF
SONSTIGES;
2001 Paradiesgärtli.
Komödie.
Uraufführung: Allmend Sigigen, Luzern, 2001
Über Sam
Jaun:
Homepage COSMOS Verlag - Sam Jaun:
Fliegender Sommer
http://www.cosmosverlag.ch/pages/belletristik/buch-detail.cfm?LITIND=297
update: 21.2.2002
last update 13.4.2005
***ENDE***
H.P.
Karr:
Lexikon der deutschen
Krimi-Autoren - Internet-Edition
http://www.krimilexikon.de
frei zur wissenschaftlichen,
journalistischen und nicht-kommerziellen Nutzung
Impressum