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Lexikon der deutschen Krimi-Autoren
seit 1986 im Dienste des Verbrechens....
Miehe, Ulf


Benutzte Pseudonym: Robert Artner (gemeinsam mit Walter Ernsting alias "Clark Darlton")

BIOGRAPHIE:
* 11.5.1940 in Wusterhausen/Brandenburg
+ 13.7.1989 in München

miehe-01 Nach einer Buchhändlerlehre in Bielefeld (1958 - 1961) wurde Ulf Miehe Verlagsvolontär und schließlich Lektor  in Gütersloh (1961 - 1965). Ab 1965 arbeitete er als freier Autor und  Übersetzer, aber auch als Regieassistent und Synchronsprecher in Berlin. 1969 siedelte er nach München über, wo er lange Jahre in Kreuzpullach lebte und arbeitete.

Miehe veröffentlichte und gab zunächst Gedichte heraus, veröffentlichte gemeinsam mit Clark Darlton zwei SF-Romane, konzentrierte sich dann aber in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Volker Vogeler auf das Medium Film. 1975 debütierte er als Filmregisseur - sein Erstling "John Glückstadt" (nach einer Storm-Novelle) wurde mit einem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Miehe setzte seine Arbeit für das Kino und auch für das Fernsehen in den folgenden Jahren mit unterschiedlichem Erfolg fort.

Neben Einzelbeiträgen zur TATORT-Serie und anderen Kriminalreihen, die er meist gemeinsam mit seinem Co-Autor Klaus Richter schrieb, wandte sich Miehe dann Anfang der siebziger Jahre auch der Kriminalliteratur zu.

miehe-02 Seinen ersten Kriminalroman ICH HAB NOCH EINEN  TOTEN IN BERLIN (1973) lobte Günter Herburger (im "Spiegel") als "seltenes Glück in deutscher Sprache". Und auch mit PUMA (1976) erwies sich Miehe, wiederum laut "Spiegel" als "eine Rarität: ein deutscher Krimi-Schreiber, handwerklich so sicher und stilistisch so versiert, daß er bei den Kollegen aus der sogenannten ernsten Literatur Anerkennung und auch im Ausland Leser fand."
Miehe starb während der Vorbereitungen zu seinem Filmprojekt DER UNSICHTBARE.

Peter Henning schrieb in einer Rezension zur Neuausgabe von Miehes "Ich hab noch einen Toten in Berlin" im WDR:
"Miehe, der „tough guy“ an der Schreibmaschine, schrieb in der Tat handfeste, clever organisierte und von Vorbildern wie Hammett, Chandler oder David Goodis inspirierte Geschichten; dramaturgisch ausgefeilte Kriminalromane, die in ihrem dunklen, tropischen Furor an die Filme des Meisters des französischen Film Noirs, Jean Pierre Melville ebenso erinnern wie an die sogenannten „Néo-Polar“-Romane des legendären Franzosen Patrick Manchette."

Herburger, Günter: Ein Krimi, fett und fröhlich, SPIEGEL 17/1973
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42602610.html

Amery, Carl: Schwaches Skelett im Schrank, Carl Amery über "Puma"  SPIEGEL 7/1977
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41002265.html

Henning, Peter: „Ich hab noch einen Toten in Berlin“, WDR3, 9.8.2006, MOSAIK Buchrezension

Blettenberg, D,B. : Granit, in den kleine Herzen gemeißelt sind- Eine Hommage an Ulf Miehe, TITEL-Magazin 08.05.2010
http://www.titel-magazin.de/artikel/7/7397.html

Kriminalakte über PUMA
http://kriminalakte.wordpress.com/2010/04/07/ulf-miehes-%E2%80%9Epuma%E2%80%9C-ist-wieder-da/

Janzen, Janet: “The Writer Within Did It!” - Metafiction and Ulf Miehe's Ich hab noch einen Toten in Berlin
(in Englisch) PDF hier
 
Ulf Miehe bei WIKIPEDIA
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulf_Miehe






KRIMINALROMANE:
1973 Ich hab noch einen Toten in Berlin, Piper Verlag, OA HC
1976 Puma, Piper Verlag, OA HC
1981 Lilli Berlin, Piper Verlag, OA HC

ANDERE BÜCHER:
1966 Robert Artner und Clark Darlton: Der strahlende Tod, Terra Taschenbuch 123
1966 (Hrsgb, gem mit Wolfgang Hädecke) Panorama mod. Lyrik deutschsprechender Länder (Lyrik) Gütersloh: Verlag S. Mohn
1966 Darlton, Clark/Robert  Artner: Am Ende der Furcht - 13 utopisch-phantastische Stories. Heyne 3075,
1967 (Hrsgb, mit Wolfgang Fietkau u. Arnim Juhre) Thema Frieden (Lyrik), Peter Hammer Verlag
1968 Die Zeit in W und anderswo (Prosa) Peter Hammer Verlag
1968 Robert Artner (Hrsgb): Handgriffe für den Umgang mit Beat, Schule, Film, Kirche, Anti-Baby-Pille, Bundeswehr, Eltern und anderen Gegnern, Wuppertal: Jugenddienst Vlg
1968 Robert Artner und Clark Darlton: Leben aus der Asche, München: Moewig, Terra Taschenbuch 139
1969 Verhungert.  Ab sofort liefern wir folgende Artikel auf Teilzahlung : eine Politpornographie , Berlin: Bär, [Exitus ; Nr. 4/6]
1978 Reader's Digest: Auswahlbücher: Ulf Miehe: Puma - Sarah Patterson: Einst ein Sommer - Judith Guest: Eine ganz normale Familie - Jean Anglade: Der Kürbisdieb, Stuttgart: Das Beste,
 
 

KINOFILME:
1970 Jaider, der einsame Jäger (BRD, 94 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Volker Vogeler, Regie: Volker Vogeler) Mit Gottfried John EA 9.1.1971 TV-EA 28.11.1972 ARD
1973 Verflucht, dies Amerika (BRD/Spanien, 92 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Volker Vogeler, Regie: Volger Vogeler) Mit Arthur Brauss EA 7.9.1973 , ZDF-EA 18.6.1974

1975 John Glückstadt (BRD, 94 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Walter Fritzsche nach "Der Doppelgänger" von Theodor Storm. Regie: Ulf Miehe) EA 22. August 1975  /  TV-EA 18.1.1978 ARD/SDR
1974 Output (BRD, Drehbuch: Thomas Schamoni, Volker Vogeler, Michael Fengler nach Motiven des Romans "Puma" von Ulf Miehe, Regie: Michael Fengler) Mit Lou Castel, Katja Rupe EA 19. Dezember 1974

1987 Der Unsichtbare (BRD, 86 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Ulf Miehe) Mit Klaus Wennemann, Nena


FERNSEHEN:
1970 So hat jeder seine Freiheit (Fernsehfilm Regie: Ulf Miehe)
1981 Nichts Neues unter der Sonne - Grüße Max (Fernsehfilm) (Drehbuch und Regie Ulf Miehe und Klaus Richter)

1983 DIE ZEITEN ÄNDERN SICH (Fernsehserie, 6 Teile, je 45 Min, Tellux für ZDF) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Horst Flick) EA 3.-15.1983 ZDF
1984 DER FAHNDER-Liebe macht blind (Serienepisode, Bavaria 50 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Dominik Graf)
1984 DER FAHNDER-Der Dichter vom Bahnhof (Serienepisode, Bavaria. 50 Min) (Dehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Dominik Graf)
1984 DER FAHNDER-In unseren Kreisen (Serienepisode, Bavaria, 50 Min) (Dehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Erwin Keusch)

1985 DER FAHNDER-Wo die Kanonen blühen (Serienepisode, Bavaria, 50 Min (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Wolfgang Panzer)
1985 ES MUSS NICHT IMMER MORD SEIN - Einmal ist keinmal (Serienepisode, ZDF, 25 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe, Regie: Kai Borsche)
1985 DER FAHNDER-Liebe macht blind (Serienepisode, 50 Min, Bavaria für ARD Werbung) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Dominik Graf) EA 17.10.1985 ARD Vorabend
1986 DER FAHNDER-Fußball ist unser Leben (Serienepisode, Bavaria, 50 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Peter Fratzscher)
1987 TATORT-Die Macht des Schicksal (Serienfilm, BR, 90 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Reinhard Schwabenitzky) EA 25.1.1987 ARD
1987 TATORT-Gegenspieler (Serienfilm, BR, 90 Min) (Drehbuch: Ulf Miehe und Klaus Richter, Regie: Reinhard Schwabenitzky) EA 13.9.1987 ARD


SONSTIGES:
1961 PUTTY, Rainer (Hrsg). Schritte. Neue Wege der Literatur. Wuppertal ca 1961, Heft 1. ca 44 S.  Neben G.Benn, I.Bachmann u. K.Krolow Erstdrucke von Christoph Meckel, Ulf Miehe, Gertrud Höhler, Rolf Bongs, Felicitas Girod, Griseldis Fleming.
1974 Robert Artner:   Test Tempus A , in:  Clark Darlton (Hrsg.)  Wir - die Unsterblichen,  Pabel Terra TB, 235
1974 Robert Artner:  Wir - die Unsterblichen, in: Clark  Darlton (Hrsg.)  Wir - die Unsterblichen,  Pabel Terra TB, 235, auch in:  Walter Ernsting (Hrsg.)  Die Zukunft wird anders,  Pelikan Tramp, 103
1957 Walter Ernsting, Robert Artner: Am Ende der Furcht, in:  Wolfgang Jeschke (Hrsg.)  SF Jubilaeumsband - Das Lesebuch  Heyne SF & F, 4000
1982 Story im Heyne Krimi Jahresband 1982
1989 Story im Heyne Krimi Jahresband 1989

*** E N D E ***
H.P. Karr:
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