BIOGRAPHIE:
* 15.5.1926 in Bonn
+ 4.9.2004 in Berlin
Richard Hey wurde in Bonn geboren und wuchs in Greifswald/Pommern und in Frankfurt/Main auf. Nach dem Krieg studierte er zunächst Geschichte, Germanistik und Musik, brach dann aber das Studium ab und arbeitete als Film-Regieassistent, Musikkritiker und Journalist. Seit 1952 ist er als Autor und Regisseur ständiger Mitarbeiter von zahlreichen Runkfunksendern. Er schrieb Hörspiele, Theaterstücke, Filmdrehbücher und Prosa und verfaßte auch (Kriminal-)Romane. Darüberhinaus übersetzte er Komödien von Eduardo De Filippo aus dem Italienischen.
Gemeinsam mit Uwe Friesel, Uwe Timm und Hannelies Taschau war er von 1972 bis 1976 Mitherausgeber der AutorenEdition des Bertelsmann-Verlages. 1975/76 arbeitete Richard Hey als Schauspieldramaturg in Wuppertal, danach war er freier Autor.
Richard Hey war Mitglied
des P.E.N. und in der Medienabteilung der Akademie der Künste,
Berlin.
1955 erhielt er den Förderpreis des "Schillerpreises", Stuttgart
für
THYMIAN UND DRACHENTOD.
1960 wurde er für DER
FISCH MIT DEM GOLDENEN DOLCH mit dem "Gerhart Hauptmann Preis", Berlin
ausgezeichnet.
1965 erhielt er den "Hörspielpreis
der Kriegsblinden" für sein Stück NACHTPROGRAMM.
1997 erhielt er den "Ehrenglauser"
der Krimiautorenverienigung DAS SYNDIKAT für seine Verdienste um
den
deutschen Kriminalroman.
Als "Krimi-Erstling" von Richard Hey gilt - nach verschiedenen Hörspielen - der 1973 erschienene Roman EIN MORD AM LIETZENSEE, in dem Hey zum ersten Mal die Figur der Berliner Kommissarin Katharina Ledermacher ("die Ledermacherin") auftreten ließ.
Zum Thema Realismus im Krimi
schrieb Richard Hey: "Wir der Krimi zu realistisch, verliert er an
Spannung.
Wird er zu spannend, ist er nicht mehr realistisch. Denn der ganze
Kleinkram,
der zur genauen Beschreibung der Wirklichkeit gehört, ist selten
aufregend.
Dem will der Leser oder Zuschauer ja auch gerade mit Hilfe eines Krimis
entfliehen. Er will abhauen aus der Realität, die ihm
bedrückend
schwierig, kaum durchschaubar erscheint. Ich liefere ihm also dsas
Vehikel
für die Flucht und führe ihn in mehr oder minder raffinierten
Kurven, wieder zurück in die Realität. Nehme ich die Kurven
zu
scharf, fliegt der Zuschauer oder Leser raus. Nehme ich sie zu
vorsichtig,
fliege ich raus."
2008 erschien posthum mit "Goldmusik"
der letzte "Ledermacher"-Roman von Richard Hey. Uwe
Friesel vollendete einen nachgelassenene Romanentwurf von Richard
Hey zu einer einer Story, in der Kommissarin Ledermachrin auf seinen
Serienhelden Guido Blankenhorn trifft.
ANDERE
ROMANE:
1982 Im Jahr 95 nach Hiroshima,
Hoffmann & Campe Verlag OA HC
1990 Ein unvollkommener
Liebhaber, Hoffmann & Campe Verlag OA HC
1971 Szenen mit Elisabeth (Fernsehspiel, 37 Min, SWF III) (Drehbuch und Regie: Richard Hey)
1974 Sten Sievernich - Ein vergessener Stummfilmer (Fernsejfilm ARD/SFB) (Drehbuch und Regie: Richard Hey) EA 6.5.1974 (Neufassung 30.11.1995)
1975 Die Witwe Ortner Schau (SFB) (Drehbuch: Richard Hey und Lisa Kristwald, Regie: Richard Hey)
1978 Ein Mord am Lietzensee (Fernsehfilm, 90 Min, ZDF) (Drehbuch: Lutz Büscher, nach dem gleichnamigen Roman von Richard Hey, Regie: Lutz Büscher) Mit Renate Küster, EA 12.8.1978 ZDF
1978
TATORT-Der Mann auf dem Hochsitz (SWF, 90 Min) (Drehbuch:
Richard Hey, Regie: Erich
Neureuther) Mit Nicole Heesters EA 29.1.1978 ARD (Romanversion
erschienen als "Feuer unter den Füßen")
1981 Es wäre nett, wenn Du vor mir stirbst (Fernsehfilm, SFB, 55 Min) (Drehbuch: Richard Hey und Lisa Kristwald, Regie: Richard Hey) EA 18.5.1981 N3
1982 Feine Gesellschaft - beschränkte Haftung (Kinofilm, 100 Min, ZDF) (Drehbuch: Richard Hey, Regie: Ottokar Runze) Mit Elisabeth Bergner, Lilli Palmer (Ganovenkomödie) EA 12.3.1982 KINO/ 21.5.1984 ZDF 2.10.1985 DFF
1984 Nachtzug nach Berlin (Fernsehfilm, SFB) (Drehbuch: Richard Hey, Regie: Clemens Frohmann)
1988 Ekkehard (TV-Vorabendserie, 6 Teile, je 50 Min RB) (Drehbuch: Richard Hey, gem mit Diethard Klante, nach Joseph Viktor von Scheffel, Regie: Diethard Klante)
1990 Die Hallo-Sisters (TV-Film, ZDF, 81 Min) (Drehbuch: Richard Hey, gem mit Lisa Kristwaldt, Regie: Ottokar Runze) 29.11.1990/9.12.1991 ZDF
1993 Goldstaub (Fernsehfilm, 90 Min, ZDF) (Drehbuch: Richard Hey, Regie: Ottokar Runze) Mit Gudrun Landgrebe, EA 29.11.1993 ZDF / 12.10.1999 3sat (Wiedereinsatz)
1994 TATORT-Laura, mein Engel (Serienfilm, 90 Min, MDR) (Drehbuch: Richard Hey, Regie: Ottokar Runze) Mit Peter Sodann, EA 1.5.1994 ARD
Beiträge in
Sammelwerken/Buchausgaben
von Stücken (Auswahl):
1960 "Der Fisch mit dem
Goldenen Dolch" (Bühnentext), In: Schondorf, Joachim (Hrsgb):
Junges
deutsches Theater von heute
1961 "Jeden Abend Kammermusik"
Hörspiel, In: Radio Bremen (Hrsgb): Vier Hörspiele, Heye
&
Co
1962 "Weh dem, der nicht
lügt" (Bühnentext),In: Theater heute, Heft 3/1962
1963 "Prolog zur Komödie
"Die Verräter"", In: Akzente, Heft 1/63
1964 "Olga 17", Hörspiel.
In: Heinz Schwitzke (Hrsgb): Das tapfere Schneiderlein, HoCa
1965 Hochzeitsreport, Hörspiel,
In: Rundfunk und Fernehen, Heft 3
1966 "Drei Entwürfe
für ein vollkommenes Theater", In: Akzente 3/66
1972 "Kandid, Zwei Akte
nach Voltaire" (Bühnentext), In: Theater heute, Heft 10/1972
1974 "Eine Liebesgeschichte"
Hörpiel, gemeinsam mit Lisa Kristwald In: Der erste Tag,
Damnitz
1975 "Weihnachten" (Kriminal-Erzähung),
In: Konjetzky, Klaus (Hrsgb): Auf Anhieb Mord, München
1976 Das Ende des friedlichen
Lebens der Else Reber,AutorenEdition
1978 "Andromeda im Bromberstrauch"
(Erzählung), In: Ritter, Roman/ Piwitt, Hermann Peter (Hrsgb): Die
siebte Reise, München
Richard Hey beim Revonnah-Verlag
http://www.revonnah.de/einst@jetzt/hey/
Richard Hey nei WIKIPEDIA:
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Hey
Reinhard Döhl | Zu den
Hörspielen
Richard Heys
http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/hey.htm
*** E N D E ***